Grundsätze für die Businesskommunikation in der Post-Covid-Zeit

Die Pandemie-Zeit hat uns, unser Leben, unsere Arbeit und auch unsere Kommunikation massiv verändert. Zum Glück löst sich der lästige Griff von Covid mehr und mehr. Speziell in der Kommunikation ist es wichtig, nun wieder gezielt das volle Potenzial zu nutzen. Hier fünf Grundsätze, die in der Businesskommunikation in der Post-Covid-Zeit besonders wichtig sind:


Reale statt virtuelle Meetings
Natürlich haben wir spätestens während der Pandemie Tools wie Teams, Zoom usw. als wertvolle Hilfsmittel kennen und schätzen gelernt. Eines ist jedoch klar: Das Zwischenmenschliche lässt sich nicht digitalisieren! Und speziell in herausfordernden Situationen oder bei heiklen Themen macht es oft gerade das reale Miteinander aus, dass man Lösungen findet. Selbstverständlich werden uns virtuelle Meetingtools auch weiterhin gute Dienste leisten, z. B. bei rein technischen oder bei ganz kurzen Besprechungen. Für alles andere: Bitte real zusammenkommen, denn wir Menschen sind keine digitalen Arbeitsroboter, sondern soziale Wesen. Nach dem Social Distancing ist nun also definitiv wieder die Zeit für mehr Social Closeness gekommen.


Mit Freundlichkeit punkten
Aktuell wird Freundlichkeit – oder noch schlimmer: Nettsein – von Businessexperten oft als Schwäche verteufelt. Auffällig ist allerdings, wie entrüstet alle (inkl. Businessexperten) reagieren, wenn sie mal nicht freundlich oder eben nett behandelt werden. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass man zu allem Ja und Amen sagen soll. Aber mit forschem, lautem Auftreten gibt es nun mal nichts zu gewinnen, denn Druck erzeugt immer Gegendruck. Freundlicher Umgang hingegen und ein sympathisches, selbstbewusstes Lächeln sind tolle Argumente, denen nur schwer widersprochen werden kann.


In Beziehungen investieren
Einfach gesagt wohnen bei uns Menschen die Sachen im Kopf und die Gefühle im Bauch. Und da bei den meisten der Bauch (speziell nach der Covid-Pandemie) wesentlich grösser ist als der Kopf, folgen wir viel häufiger den Gefühlen als dem rationalen Denken. Und das selbst bei wichtigen Entscheidungen. Darum: Wer mit Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Offenheit eine stabile emotionale Brücke zum Gegenüber baut, kann sich über stabile Beziehungen freuen, auf die man sich im Alltagsstress verlassen kann.


Souveräner Blickkontakt
In der direkten Kommunikation begegnen wir uns immer zuerst mit den Augen. Wer beim Sprechen geradewegs in die Augen des Gegenübers blickt, wirkt interessiert und menschlich. Zudem wirkt Blickkontakt stark und entschlossen, was speziell für Situationen wichtig ist, in denen man sich durchsetzen will. Und auch hier gilt: Wer den Blickkontakt zusätzlich mit freundlichem Gesichtsausdruckt kombiniert, wirkt erst noch sympathisch.


Differenzen direkt ansprechen
Statt die Faust im Sack zu machen, gilt es, Unstimmigkeiten und Differenzen direkt anzusprechen. Und zwar bei der Person, die es angeht, statt bei allen anderen. Was dabei wichtig ist: Cool bleiben, denn mit einem überhitzten Schädel kann man bekanntlich nicht klar denken. Und klares Denkvermögen ist immer die Voraussetzungen, um mit zwischenmenschlichen Herausforderungen fertig zu werden. Ein altes Sprichwort besagt: «Wenn du wütend bist, zähle bis Zehn, bevor du sprichst. Wenn du sehr wütend bist, bis Hundert.» Wie weit man zählen soll, ist situationsabhängig. Aber ein paar Mal bewusst tief durchzuatmen hilft auf alle Fälle, um den richtigen Ton zu treffen.


Weitere wertvolle Tipps für Ihre Businesskommunikation finden Sie im Fachbuch Souverän auftreten in der Businesskommunikation von Michael Oefner.